MARIANNE PLETSCHER

Rêve noir du paradis

En attendant la nouvelle Afrique du Sud

Suisse 1991, U-Matic, couleur+n/b, 45 min.

Schwarzer Traum vom Paradies Schwarzer Traum vom Paradies 

Les lois de l'apartheid ayant été abrogées, les premières discussions sur une nouvelle constitution ont eu lieu: la nouvelle Afrique du Sud est en train d'être formée. Qu'est-ce que cela signifie pour la grande majorité de la population noire du pays? Marianne Pletscher et son équipe ont visité un homeland, une de ces réserves où vivent toujours plus de 50% des noirs dans 13% du territoire. Le film montre en images sensuelles et impressionantes la vie dure dans le homeland de Gazankulu, surtout celle des femmes, des enfants et des vieux, les hommes étant loin des réserves, à la recherche de travail. Le film aide a comprendre les probèmes actuelles du pays.

RéalisationMarianne Pletscher
ScénarioMarianne Pletscher
CaméraRoger Harris
MontageMarianne Jäggi Naef
CollaborationMiranda Harris, Stringerin
Durée45 min.
FormatU-Matic
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Info
Marianne Pletscher
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ProductionSchweizer Fernsehen SRF
Droits mondiauxTelepool GmbH Filmvertrieb
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Distribution internationaledeutsche Version bei Telepool, spanische Version (schriftliche Übersetzung) bei Marianne Pletscher
FestivalsJohannesburg Film Festival 1992, Im UNEAC-Kino in Havanna 1993 für Nomination Filmpreis
Diffusion TVSF Schweizer Fernsehen DOK November 1991 und 1994
Südafrikanisches Fernsehen 1992 und 1994
LittératureErika Sutter: Mit andern Augen gesehen, Basler Afrika-Bibliographien

Extraits de presse

Pletschers Art, ein Thema anzugehen, ist eine eigenwillige Mischung aus journalistischer Recherche und subjektivem Engagement. So hebt sich auch ihre neueste Arbeit von den üblichen Polit-Reportagen ab und macht sie zum Film-Erlebnis.
eine Welt, die wir gar nicht kennen hier in Johannesburg (Weisser Zuschauer am dortigen Filmfestival)

Revue de presse

Mulungu in Gazankulu

Südafrika aus der Sicht schwarzer Frauen: Marianne Pletscher zeigt einen aussergewöhnlichen Dokumentarfilm.

Gazankulu ist ein kleines verarmtes Homeland im Norden Südafrikas. Insgesamt sechs Wochen verbrachte die Filmautorin Marianne Pletscher in diesem Gebiet, das selbst für (weisse) Südafrikaner "Terra inkognita" ist. "Mulungu, Mulungu"(Weisse) hätten Kinder jeweils gerufen, wenn sie mit ihrem Kamerateam in einem Dorf auftauchte, erinnert sie sich. die Kleinen begegneten teilweise zum erstenmal Menschen mit einer andern Hautfarbe.

Eigentlich wollte Marianne Pletscher Beziehungen von Schweizern zu Südafrika recherchieren. doch sie merkte bald, dass eine europäische Sichtweise den Verhältnissen nicht gerecht werden kann. Sie engagierte deshalb zwei schwarze Frauen - eine Laborantin und eine Krankenschwester - als Übersetzerinnen. Sie sollten nicht nur sprachlich vermitteln, sondern vor allem kulturelle Brücken schlagen.

Die schwarzen Frauen prägten diesen Film wesentlich mit, indem sie politische Schwerpunkte anders - als aus europäischer Warte - setzten. Nicht die politische Gleichstellung steht im Vordergrund, sondern die Befriedigung elementarer Lebensbedürrfnisse - wie sauberes Wasser oder ein Ausbau des Schulwesens. "Viele Schwarze wissen nicht einmal, dass die meisten Apartheidgesetze abgeschaft wurden" erklärt Marianne Pletscher dazu.

Die ungewöhnlichen Fragestellungen der schwarzen Frauen erscheinen Europäern streckenweise unverständlich. So fragte eine der beiden Frauen einen Buren nach seiner Reaktion, wenn sie ihm einen Heiratsantrag machen würde. Die Frage ist nur vor dem Hintergrund verständlich, dass sich konservative Buren als ein von Gott auserwähltes Volk betrachten, das für seine "rassische Reinheit" zu sorgen hat. Sie machte mit ihrer Frage gewissenermassen die Nagelprobe für ein friedliches Zusammenleben.

Der Mann würde den Antrag ablehnen. Und trotzdem ist Marianne Pletscher optimistisch für die Zukunft. "Obgleich es den scvhwarzen Frauen wirtschaftlich schlecht geht, haben sie gewaltig Power."