MARIANNE PLETSCHER

Dragica Rajcic - writer

portrait de l'écrivaine (Serie LiteraTour de Suisse)

Suisse 2000, Vidéo, couleur, 16 min.

Dragica Rajcic -crivaine 

Dragica Rajcic. Ecrivaine suisse. Née en ex-Yougoslavie. Ecrit en allemand. Vint pour la première fois en 1979 en Suisse, fut femme de ménage, repasseuse, plongeuse.

Ecrit depuis toujours des poèmes. Se fit connaître avec la parution de „Halbgedichten einer Gastfrau“ (Demi-poèmes d’une ouvrière étrangère). En Suisse, parmi les auteures venues de l’étranger, elle est la plus connue. Le portrait montre sa vie et analyse ses écrits.

RéalisationMarianne Pletscher
ScénarioMarianne Pletscher
CaméraWerner Schneider
SonHeinz Kurz
MontageRainer Trinkler
Durée16 min.
Versions disponiblesdeutsch, französisch, italienisch, rätoromanisch
Vente DVD/vidéo für schulische Zwecke
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für kommerzielle Zwecke
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Info
Marianne Pletscher
info@mariannepletscher.ch
ProductionSchweizer Fernsehen SRF
Droits mondiauxbis der Film von SRF gestreamt wird kann die Serie bei Marianne Pletscher eingesehen wirden.
Diffusion TVImmer wieder seit 2001 auf allen SF-Sendern

Revue de presse

Anstelle einer Kritik ein Auszug aus dem Exposé und Ideenwettbewerb:

Dragica Rajcic ist  die einziger Vertreterin der 5. Schweiz. Ich habe sie vorgeschlagen, weil sie vorwiegend Deutsch schreibt, in der Schweiz zu schreiben begann, also eine Schweizer Schriftstellerin ist, ich habe sie aber auch vor allem vorgeschlagen, weil mich ihre Gedichte, die seit Mitte der 80er Jahre im Tagi erschienen, immer bezaubert haben.

Als jugoslawische Gastarbeiterin kam Dragica Rajcic in die Schweiz. Sie hat Drei Kinder aufgezogen und als Putzfrau, Büglerin und Serviceangestellte gearbeitet. Ihr Mann hat sich bei der Arbeit den Rücken so kaputtgemacht, dass er nicht mehr Automechaniker sein kann, er bezieht aber auch keine IV.Neben ihrer strengen Arbeit  hat sie drei Lyrikbände und ein Theaterstück geschrieben. Voller metaphorischer, direkt aus dem Bauch geschöpfter Bilder, in fehlerhaftem und gleichzeitig hochpoetischem Deutsch. Im ersten Buch war das Gastarbeiter- und Fremdsein ihr Thema, später dann war es vor allem der Krieg, das Töten, das Vertriebenwerden, das sie immer und immer wieder beschäftigt hat. Als ich sie aufsuchte, tauchte sie gerade aus einer Schaffenskrise wieder auf - ein neues Theaterstück und ein neues Buch sind in Arbeit. Weil sie gerade ein Literaturstipendium erhalten hat, arbeitet sie zurzeit reduziert, als Hauswartin und betreut Kinder in der Waldschule.

In den Vordergrund des Portraits möchte ich die verschiedenen Stationen des
Fremdseins von Dragica beschreiben: von der Gastfrau und ihren „Halbgedichten“  zur kroatischen Kriegsbetroffenen bis zur heutigen Dragicaz wischen zwei Welten, und aufzeigen, wie diese verschiedenen Fasen des Fremdseins ihr Schreiben und Denken verändert haben. Es umfasst auch sparsam Archivmaterial mit Lesungen aus der Zeit der Gastfrau und Kriegsgedichte. Die Elemente sind z.T. im Ablauf varierbar und können während dem Drehen ergänzt und verändert werden. Ich möchte durchgehend versuchen, zu zeigen, das Dragica immer wieder plötzlich spricht wie sie dichtet, die Bilder, lange im Kopf gespeichert, purzeln nur so aus ihr heraus.