MARIANNE PLETSCHER

    

Black Dream of Paradise

Waiting for the new South Africa

Switzerland 1991, U-Matic, colour+b/w, 45 min.

Schwarzer Traum vom Paradies Schwarzer Traum vom Paradies 

In the transition peridiod between the apartheid regime and the new democratic South Africa Marianne Pletscher visits the homeland of Gazankulu, a remote aerea which has been in contact with Switzerland through missionaries and a mission hospital. A region, where women carry water and wood for hors each day, just to keep their household working. They are so busy feeding their children that they only realised recently that their problems have to do with apartheid. The men are mostly working far away or out of work. Andy yet, all are dreaming of the new South Afrika.

The film shows with beautful scenes and images how deep the wounds oft he apartheid regime are and how long the way is the country still has to go.

A film which, though historical, helps to understand todays problems of the country.

DirectorMarianne Pletscher
ScriptMarianne Pletscher
PhotographyRoger Harris
EditingMarianne Jäggi Naef
CollaboratorsMiranda Harris, Stringerin
Duration45 min.
FormatU-Matic
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Information
Marianne Pletscher
info@mariannepletscher.ch
ProductionSchweizer Fernsehen SRF
World RightsTelepool GmbH Filmvertrieb
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Tel.+41 44 305 69 69 – Fax +41 44 305 69 70
telepool@telepool.ch
World Salesdeutsche Version bei Telepool, spanische Version (schriftliche Übersetzung) bei Marianne Pletscher
FestivalsJohannesburg Film Festival 1992, Im UNEAC-Kino in Havanna 1993 für Nomination Filmpreis
TV broadcastsSF Schweizer Fernsehen DOK November 1991 und 1994
Südafrikanisches Fernsehen 1992 und 1994
LiteratureErika Sutter: Mit andern Augen gesehen, Basler Afrika-Bibliographien

Press Quotations

Pletschers Art, ein Thema anzugehen, ist eine eigenwillige Mischung aus journalistischer Recherche und subjektivem Engagement. So hebt sich auch ihre neueste Arbeit von den üblichen Polit-Reportagen ab und macht sie zum Film-Erlebnis.
eine Welt, die wir gar nicht kennen hier in Johannesburg (Weisser Zuschauer am dortigen Filmfestival)

Press Review

Mulungu in Gazankulu

Südafrika aus der Sicht schwarzer Frauen: Marianne Pletscher zeigt einen aussergewöhnlichen Dokumentarfilm.

Gazankulu ist ein kleines verarmtes Homeland im Norden Südafrikas. Insgesamt sechs Wochen verbrachte die Filmautorin Marianne Pletscher in diesem Gebiet, das selbst für (weisse) Südafrikaner "Terra inkognita" ist. "Mulungu, Mulungu"(Weisse) hätten Kinder jeweils gerufen, wenn sie mit ihrem Kamerateam in einem Dorf auftauchte, erinnert sie sich. die Kleinen begegneten teilweise zum erstenmal Menschen mit einer andern Hautfarbe.

Eigentlich wollte Marianne Pletscher Beziehungen von Schweizern zu Südafrika recherchieren. doch sie merkte bald, dass eine europäische Sichtweise den Verhältnissen nicht gerecht werden kann. Sie engagierte deshalb zwei schwarze Frauen - eine Laborantin und eine Krankenschwester - als Übersetzerinnen. Sie sollten nicht nur sprachlich vermitteln, sondern vor allem kulturelle Brücken schlagen.

Die schwarzen Frauen prägten diesen Film wesentlich mit, indem sie politische Schwerpunkte anders - als aus europäischer Warte - setzten. Nicht die politische Gleichstellung steht im Vordergrund, sondern die Befriedigung elementarer Lebensbedürrfnisse - wie sauberes Wasser oder ein Ausbau des Schulwesens. "Viele Schwarze wissen nicht einmal, dass die meisten Apartheidgesetze abgeschaft wurden" erklärt Marianne Pletscher dazu.

Die ungewöhnlichen Fragestellungen der schwarzen Frauen erscheinen Europäern streckenweise unverständlich. So fragte eine der beiden Frauen einen Buren nach seiner Reaktion, wenn sie ihm einen Heiratsantrag machen würde. Die Frage ist nur vor dem Hintergrund verständlich, dass sich konservative Buren als ein von Gott auserwähltes Volk betrachten, das für seine "rassische Reinheit" zu sorgen hat. Sie machte mit ihrer Frage gewissenermassen die Nagelprobe für ein friedliches Zusammenleben.

Der Mann würde den Antrag ablehnen. Und trotzdem ist Marianne Pletscher optimistisch für die Zukunft. "Obgleich es den scvhwarzen Frauen wirtschaftlich schlecht geht, haben sie gewaltig Power."